Über die Autorin
Freida McFadden wurde am 01. Mai 1980 in New York City geboren und wuchs auch dort auf. Der Name ist ein Pseudonym. Sie ist vor allem für ihre Psychothriller bekannt, darunter der internationale Bestseller »Wenn sie wüsste«. Sie absolvierte ihr Grundstudium an der Harvard University und studierte dann Medizin. Sie praktiziert als Ärztin mit Spezialisierung auf Hirnverletzungen.
Ihre schriftstellerische Laufbahn begann McFadden 2013. Viele ihrer Bücher wurden in über 40 Sprachen übersetzt und erreichten Spitzenplätze auf internationalen Bestsellerlisten.
McFadden lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in der Nähe von Boston.
Der Freund
Autorin: Freida McFadden (Pseudonym)
Titel: Der Freund
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400
Erscheinungsdatum: 10. Dezember 2025
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 17,00 € (Paperback)
Meine Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Hohe Naivität
Partnersuche per Dating-Portal
Sydney lernt einen Mann über die Dating-App kennen und schon bald kommt es zur ersten Kontaktaufnahme mit einem Kevin. Da er laut Foto und Beschreibung genau ihren Vorstellungen entspricht, vereinbaren die beiden ein Treffen in einem Restaurant. Sofort macht sich bei Sydney Enttäuschung breit. Das Foto hat überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Typ, der vor ihr steht. Der versucht alles schön zu reden, benimmt sich merkwürdig, besudelt sich beim Essen und lässt Sydney am Ende die Rechnung bezahlen.
Beim Gehen wird er anzüglich und will Sydney begrapschen. Sie gibt ihm klar zu verstehen, dass sie nicht an weiteren Treffen interessiert ist. Aus dem Dunkeln erscheint ein Mann, der ihr seine Hilfe anbietet. Aber Kevin lässt nicht locker. Er entpuppt sich als Stalker und erscheint immer wieder auf der Bildfläche. Der Unbekannte hingegen erscheint ihr so sympathisch, dass sie ihn gern näher kennenlernen möchte. Sie trifft sich mit ihm, aber irgendetwas scheint mit diesem Tom nicht zu stimmen, und Sydney fühlt sich in seiner Nähe unwohl.
Der Plot wechselt zwischen Gegenwart (Sydney) und Vergangenheit (Tom) mit zwei Zeitebenen. Die Erzählung nimmt Fahrt auf, falsche Fährten werden gelegt. Man hat eine Ahnung davon, dass die beiden Stränge irgendwann zusammenlaufen werden, aber man weiß nicht wie.
Ist Tom ein Soziopath?
Tom erzählt aus seiner Sicht, wie Treffen mit Daisy verlaufen. Die beiden kennen sich schon seit der gemeinsamen Schulzeit. Er wirkt schüchtern und weiß zunächst nicht, wie er sich Daisy nähern soll, obwohl die es mit ihrem Verhalten ihm leicht macht. In seiner Fantasie denkt er darüber nach, was er mit Daisy gerne machen möchte, und das sind nicht ausschließlich gute Gedanken.
Freunde seit der Schulzeit
Der Andere (Slug) steht zu dem, was er ist. Er unternimmt keinerlei Anstrengungen, um sich anzupassen. Ab und zu verspeist er Insekten. Er hätte gerne eine Freundin, hat aber bei Mädchen keine Chance. Mit Slug möchte außer Tom niemand etwas zu tun haben. Als Leser tappt man länger darüber im Dunkeln, was die beiden verbindet.
Die Handlungen und Charaktere der Hauptfiguren sind gut beschrieben. Die Nebenfiguren sind dem Plot dienlich, sind aber nicht in der Tiefe ausgearbeitet. Die Autorin streut bewusst verschiedene Spuren auf mögliche Täter, die dann aber ins Leere laufen. Der Plot ist voller Wendungen, die für Verwirrung sorgen. Spannung ist damit gegeben.
Der Inhalt liest sich leicht und flüssig. Die Kapitel sind angenehm kurz und enden oft mit einem Cliffhanger. Die Handlung ist gespickt mit unvorhersehbaren Plot Twists. Man kann Vermutungen darüber anstellen, wer hier schuldig und wer unschuldig ist. Das Ende hält auf jeden Fall einige Überraschungen parat.
Fazit
Die meisten Bücher der Autorin sind Stand Alones. Die Cover sind farbig gestaltet, ebenso der Seitenschnitt. Die Titel sind kurz und einprägsam.

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