Über die AutorinAriel Lawhon ist eine gefeierte New York Times-Bestsellerautorin historischer Romane. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren in der Auswahl von Library Reads, Indie Next, One Book One County, Costco und Book of the Month.
Sie lebt mit ihrem Ehemann, vier Söhnen, einem schwarzen Labrador und einer verrückten Siamkatze in den sanften Hügeln außerhalb von Nashville, Tennessee. Ariel teilt ihre Zeit zwischen Supermärkten und Baseballfeld auf.
Codename Hélène
Autor: Ariel Lawhon
Titel: Codename Hélène
Genre: Historischer Roman
Seitenzahl: 480
Erscheinungsdatum: 21. November 2025
Verlag: Adrian Verlag
Preis: 22,00 € (Gebundenes Buch)
Meine Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Authentizität und Fiktion
Harter Job, schlechte Bezahlung
Als Nancy den reichen französischen Industriellen Henri Fiocca in Marseille kennen- und später lieben lernt, fällt es ihr nicht schwer, ihren Beruf aufzugeben. Ein Job, für den sie hart arbeitet und der schlecht bezahlt wird. Anerkennung bekommt sie ebenfalls nicht. Fiocca ist ein Herzensbrecher und Lebemann, auf den die Frauen fliegen. Er ist von Anfang an fasziniert von der jungen Frau. Als Henri und Nancy 1939 heiraten, ist sie Mitte zwanzig und er dreizehn Jahre älter. Es wird für Henri und Fiocca die Liebe ihres Lebens. Ein Schicksalsschlag in den Wirren des Krieges wird dies alles ändern.
Hitlers Angriff auf die Welt
La Souris Blanche
Nancy kann kalt, grausam und empathielos sein, wenn es um die Sache geht, wobei sie keine Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit nimmt. Auf der anderen Seite ist sie die liebende, gefühlsbetonte und einfühlsame Ehefrau, die ihren Ehemann Henri über alles liebt. Diese beiden unterschiedlichen Blickwinkel hat Lawhon sehr gut herausgearbeitet.
Sie hat sich in dieser Zeit verschiedene Identitäten zugelegt, die sie je nach Bedarf benutzt. Für Madame Andrée, oder Mademoiselle Lucienne Suzanne Carlier hat sie die entsprechenden Ausweispapiere. Am gefährlichsten wird es für sie, wenn sie unter dem Namen Carlier als Fluchthelferin unterwegs ist. Zum Ende des Kriegs flieht sie nach England und lässt sich vom britischen Nachrichtendienst Special Operations Executive (SOE) für Spezialeinsätze anwerben und ausbilden. Sie ist als ausgebildete britische Agentin mit dem Decknamen Hélène in Frankreich im Einsatz.
Weil sie sich immer wieder einer Verhaftung entziehen kann, nennt die Gestapo sie »La Souris Blanche« (Die weiße Maus). Auf ihre Ergreifung ist ein Kopfgeld von fünf Millionen Francs ausgesetzt.
Figuren mit Wiedererkennungswert
Fazit
Lawhon versteht es meisterhaft, historische Begebenheiten mit fiktiver Erzählkunst so zu verbinden, dass man darüber nachdenken muss, was ist real und was fiktiv.
Ein kleiner Kritikpunkt sei angebracht. Der Plot ist in fünf Abschnitte unterteilt. Sowohl die fünf Teile als auch die einzelnen Kapitel sind nicht chronologisch aufgebaut, sondern springen zeitlich vor und zurück. Allerdings helfen die Überschreibungen mit Datumsangaben, sich zu orientieren.
Am Ende des Buches gibt es einige hilfreiche Anmerkungen der Autorin. Viele der Beschreibungen und Ereignisse sind Nancys Autobiografie entnommen. Jedoch legt die Autorin Wert darauf, dass ihr Buch ein fiktionales Werk ist und keine Biografie.





