Über den Autor
Der mehrfach preisgekrönte Sunday Times-Bestsellerautor M. W. Craven wurde in Carlisle in der Grafschaft Cumbria geboren, wuchs jedoch in Newcastle in Northumberland auf. Als Jugendlicher trat er in die britische Armee ein und begann nach zehn Jahren Militärdienst ein Studium der Sozialpädagogik. Fast zwei Jahrzehnte lang arbeitete M. W. Craven als Bewährungshelfer, bevor er sich höchst erfolgreich und in Vollzeit dem Schreiben von Krimis und Thrillern widmete. Seine Kriminalromane wurden mit renommierten Krimipreisen ausgezeichnet, u.a. dem CWA Gold Dagger Award (2019) sowie dem Ian Fleming Steel Dagger Award (2022). Mit seiner SPIEGEL-Bestsellerserie um Washington Poe und Tilly Bradshow hat M.W. Craven auch sein deutsches Publikum begeistert.
Der Kurator
Autor: Michael W. Craven
Titel: Der Kurator
Genre: Kriminalroman
Seitenzahl: 466
Erscheinungsdatum: 03. November 2025
Verlag: Droemer Knaur KG
Preis: 16,99 € (Paperback)
Meine Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Vorweihnachtszeit in Cumbria
Ein Team mit Wiedererkennungsfaktor
Was steckt hinter den Morden
Alles sieht zu Beginn bestenfalls nach einer ungewöhnlichen Mordserie aus. Daraus entwickelt sich ein Setting mit einer Challenge, die man so nicht für möglich hält. Lange bleibt man als Leser im Ungewissen, um was es hier eigentlich geht. Und das treibt die Spannung hoch, auch durch immer wieder neue Twists, die die Handlung aber keineswegs überladen.Ein Drachen in einem Baum führt Poe auf die Spur eines Verdächtigen. Ist der zweiundzwanzigjährige Robert Cowell der gesuchte Mörder? Bei der Vernehmung durch Poe ist er das reinste Nervenbündel, zappelig und total verschwitzt. Schließlich gibt er zu, dass er gezwungen worden ist, an einer auf einem Online-Spiel basierenden Challenge teilzunehmen, die auf vulnerable Personen abzielt. Dabei müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden. Aber er leugnet alles, was bereits erwiesen ist.
Washington Poe und Tilly Bradshow stehen vor einem Rätsel. Eine vom FBI suspendierte Agentin meldet sich und erzählt von einer Person, der sich der »Kurator« nennt. Sie behauptet, dass der Täter kein Serienmörder ist, sondern dass etwas ganz anderes dahintersteckt. Ist sie glaubwürdig? Warum wurde sie vom Dienst suspendiert und meldet sich plötzlich bei der SCAS? Fast zu spät erkennt Poe, dass er auf das abartige Spiel des »Kurators« hereingefallen ist.
Wie man in den Anmerkungen des Autors am Ende des Buches erfährt, beruht nicht alles auf seinem Erfindungsreichtum. Challenges, die auf einem Online-Spiel basieren, gibt es wirklich.
Fazit
Die Handlung ist gut konstruiert, die Erzählweise dynamisch und ohne Leerlauf in den einzelnen Kapiteln. Dabei hat Craven für seine Leser immer wieder Überraschungen und Twists parat. Die beschriebenen Fälle sind ungewöhnlich und mögen für manchen merkwürdig klingen, aber sie werden zum Ende hin gekonnt und logisch aufgelöst.
Im Prinzip kann man diesen Band ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesen. Der Fall ist in sich abgeschlossen. Da der Autor aber in Deutschland lange unbeachtet geblieben ist, wurden die Bücher nicht in der richtigen Reihenfolge übersetzt. Aus diesem Grund muss man darauf hinweisen, dass die Entwicklung der Figuren – in erster Linie die von Poe und Bradshow – verloren geht, wenn die Bücher nicht der Reihe nach gelesen werden.
Über den Autor: Klappentext © Droemer Knaur Gmbh & Co.KG München, 2025

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