Über den Autor
Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen und wurde als Serie verfilmt. »Die Chemie des Todes«, »Kalte Asche«, »Leichenblässe«, »Verwesung«, »Totenfang« und »Die ewigen Toten« waren allesamt Bestseller, ebenso sein Psychothriller »Der Hof«. »Die Verlorenen«, der Auftakt einer neuen Thrillerserie um Jonah Colley, stand wochenlang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.
Knochenkälte
Kategorie: Thriller – England, Cumbria Mountains
Erstausgabe: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag (11/25; 464 S.)
Schlagworte: Forensik, Anthropologie, Familienfehde, Cold Cases
Meine Bewertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️/5
Ein Wintersturm mit Folgen
In einem heruntergekommenen ehemaligen Hotel namens Hillside House hoch oben über der Ortschaft Edendale findet Hunter eine Übernachtungsmöglichkeit. Zwischen dem dort lebenden Ehepaar Jon und Nisha Reese herrscht eine gewisse Anspannung. Nisha ist freundlich zu David, aber Jon eher abweisend. Die anderen Dorfbewohner lassen Hunter merken, dass er hier unerwünscht ist.
Am darauffolgenden Tag kommt es zur nächsten Überraschung. Die einzige Straße aus Edendale ist infolge von Rissen und einströmendem Wasser eingestürzt und unpassierbar. Strommasten wurden umgerissen, Edendale ist ohne Strom und abgeschnitten von der Außenwelt.
Eine grausame Entdeckung
Anthropologie steht nicht im Mittelpunkt
Was das Setting betrifft, ist Beckett weniger mutig. Hunter steckt fest in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Umgebung. Er ermittelt auf sich allein gestellt und befindet sich im Kreis einer übersichtlichen Anzahl von Tatverdächtigen. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, bringt er sich ständig in Gefahr.
Unüberlegt und naiv
Die Aufklärung der Verbrechen hält einige Überraschungen bereit. Das ist gut konstruiert und zeigt einmal mehr die Klasse des Schriftstellers. Im Nachhinein wird man Edendale als einen Ort in Erinnerung behalten, der im Mittelpunkt komplexer Mordermittlungen mit mehreren Opfern und Verdächtigen stand.
Fazit
Beckett versteht es einfach, spannend zu erzählen. Mit ausführlichen Beschreibungen von Ereignissen und Begebenheiten treibt er die Neugierde seiner Leser zum Äußersten, bis er endlich zum Punkt kommt. So entwickelt sich ein wahrer Pageturner.
Die Langatmigkeit vom Anfang gerät schnell in Vergessenheit, wenn man in einen regelrechten Lesesog hineingezogen wird. Es folgt eine atmosphärische, lebendige und detaillierte Erzählweise, wobei wir Dr. Hunter als Ich-Erzähler erleben.
Man befindet sich durchgehend in der gleichen Handlungsebene. Die Kapitel schließen nahtlos ohne Cliffhanger aneinander an. Die Spannungskurve steigt von Kapitel zu Kapitel. Denkt man, dass man endlich die ganzen Zusammenhänge erfasst hat, wird man durch einen Plot-Twist eines Besseren belehrt.
Text über den Autor: Schutzumschlag © Rowohlt Verlag GmbH Hamburg, 2025
Buchcover: Bildrechte gehören dem jeweiligen Verlag

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